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Angelika Meyer zu Gast im Politischen Salon am 29. August 2012

Anlass war der 11. Juli 2012, an dem sich die Deportation der jüdischen Mecklenburger vom Bahnhof Ludwigslust zum 70. Male jährte.

Der Holocaust lässt Geschlechtsunterschiede marginal erscheinen. Doch sind sie auch hier nicht unbedeutend, da weniger Frauen als Männer überlebten. Denn es gingen weniger Frauen ins Exil und es wurden mehr Frauen direkt nach Ankunft in den Konzentrationslagern ermordet. Wir nahmen diesen Tag daher zum Anlass, darüber nachzudenken, welche geschlechtsspezifische Bedeutung die Verfolgung hatte. Dies geschah anhand von Biographien aus der Zeit. Die Lebensläufe zeigen zum Beispiel, dass jüdische Frauen in anderer Weise diskriminiert wurden als Männer, etwa indem sie stärker sexualisiert wurden als nicht-jüdische Frauen. Als Referentin sprach Angelika Meyer aus der Gedenkstätte Ravensbrück (Foto).

Bericht zum politischen Salon im Stadtanzeiger Ludwigslust (JPEG-Bild, 268.8 KB)