Schulpraktika 2012

Im Juni 2012 wurden von 12 angehenden Geschichtslehrer/innen der Freien Universität Berlin Schulpraktika in Ludwigslust durchgeführt. Diese basierten auf einer Kooperation zwischen drei Ludwigsluster Schulen (der Edith-Stein-Schule, der Lenné-Schule sowie dem Goethe-Gymnasium), dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Martin Lücke am Friedrich Meinecke-Institut der FU Berlin und "Lola für Lulu". Gefördert wurde das Projekt durch Mittel für den Lokalen Aktionsplan (LAP) des Landkreises im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern – Kompetenz stärken".
Thematisch standen die Schulpraktika damit im Rahmen der Stolpersteinverlegung. Sie waren eine Ergänzung zum Schulunterricht, da sie einen Aspekt des Nationalsozialismus aufgreifen konnten, der nicht regulär im Curriculum enthalten ist: Sie befassten sich mit der nationalsozialistischen Ideologie der "deutschen Volksgemeinschaft" und vermittelten altersgerecht die damit verbundenen rassistischen Ausgrenzungsmechanismen für jüdische Deutsche und Roma sowie die mit der Geschlechterideologie zusammenhängenden Bedrohung für homosexuelle Menschen.
Konkret haben die Studierenden an der Lenné-Schule Projekttage zu Antiziganismus, Antisemitismus und Homophobie durchgeführt. Die Gruppe am Goethe-Gymnasium hat sich mit NS-Erinnerungskultur und Ästhetik befasst. An der Edith-Stein-Schule wurde die Themen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus behandelt. Die Studierenden setzten eine sehr vielseitige Methodik ein. Es wurden Rollenspiele gemacht, es wurde mit der Fantasie gearbeitet, gebastelt und ein Kinderbuch analysiert.